Lichtaktion mit Argus
Motivieren für "mehr Licht" am und mit dem Bike. v. li.: StR DI Walter Peer, Peter Erler (VBCÖ). Mag.a. Martina Abraham (ARGUS), Peter Perterer (Sprint Radwerkstätte)
Nur jeder zweite Radfahrer tretet richtig beleuchtet.
(RMS) Überdurchschnittlich viele RadfahrerInnen sind mangelhaft oder gar nicht beleuchtet unterwegs. Alarmierendes Ergebnis einer Zählung in Innsbruck im Feber: Nur jeder zweite Biker war in der Dunkelheit vorschriftsmäßig beleuchtet unterwegs! Mit der Aktion „Radfahren mit Licht“ wollen der Verein Argus (Arbeitsgemeinschaft umweltfreundlicher Stadtverkehr) und der VCÖ (Verkehrsclub Österreich), unterstützt von der Stadt Innsbruck (im Zuges des Radfahrschwerpunktes) das drastische Gefahrenpotenzial entschärfen. Innsbrucks Umwelt und Verkehrsstadtrat Dipl.-HTL-Ing Walter Peer: „Wir versuchen die RadfahrerInnen mit Aktionen für das richtige Verhalten zu sensibilisieren, auf die Gefahren und auf den Wert der Sicherheit aufmerksam zu machen.“
Schon generell ist in der Dämmerung und Nacht das Radfahr-Risiko dreimal höher als am Tag. Jeder fünfte Radunfall passiert bei schlechten Lichtverhältnissen. Verschärft wird diese Situation noch durch das „unsichtbare Fahren“ mit mangelnder oder gar ohne Beleuchtung. Die Statistik einer Innsbruck-Erhebung in Innsbruck vor dem Museum (mit hohem Radfahraufkommen): Nur 46 Prozent fuhren mit korrekter Beleuchtung (vorne und hinten), 19 Prozent waren teilweise beleuchtet und 35 Prozent fuhren völlig ohne Licht! Eine noch schlechtere Lichtmoral hatten die Mountainbiker: zwei von drei waren ohne Licht unterwegs!
„Um die RadfahrerInnen zu sensibilisieren, haben wir ein Paket geschnürt“, so Mag.a Marina Abraham (Argus). Tirolweit organisieren ARGE und VCÖ im März und April die Aktion „Radfahren mit Licht – Sichtbar bei Nacht“. Die Stadt Innsbruck, 10 Tiroler Gemeinden und 32 Fahrradhändler beteiligen sich als Partner an dem zweimonatigen Sicherheitsprojekt. Das Interesse an der Aktion „Radfahren mit Licht“ ist groß. Im März wird die bereits vierte Auflage gestartet.
Der Innsbrucker Aktionsplan für „Radfahren mit Licht“ wurde am 8. März vor dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum mit einer Gratiswerkstatt gestartet.
Kleine Lichtreparaturen wurden kostenlos durchgeführt, 1000 Speichenreflektoren wurden gratis verteilt ebenso wie Info-Folder (mit fachlichen Tipps) und Lichtgutscheine für eine 10 prozentige Ermäßigung für Lichtanlagen. Als zusätzliche Motivation warbt ein Gewinnspiel mit einem Marken-Treckingbike als attraktiven Hauptpreis. Erstmals wurde zudem ein Fachkurs für Fahrradinteressierte an der VHS angeboten. Im Praxisteil dieses Wochenendkurses (13. /14. April) wurden sogar einfache Reparaturen durchgeführt.
Dieser Artikel stammt aus dem Pressearchiv von innsbruck.at http://www.innsbruck.at/io30/browse/Webseiten/Content/Medienservice/Pressearchiv/http://rad.fahr.info
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